Opel Vectra B: Zurecht soooo billig?

Schlecht aussehen tut er eigentlich nicht, der Vectra B – bis auf die idiotischen Spiegel vielleicht

Nach dem Vectra B werden wir immer wieder gefragt, vor allem nach dem Kombi. Tatsächlich: zieht man zum Vergleich mal den Class Leader VW Passat als Variant heran, dann ist der Vectra B nicht nur graduell günstiger – er ist aubillig, kostet manchmal wirklich die Hälfte und macht damit dann lieber ein paar Tausender frei für die wirklich wichtigen Sachen des Lebens – oder für ein paar lustige Alus ;->

Was macht denn den Vectra so billig – und vor allem: Ist das ein guter Spartip?

Grundsätzlich: Der Vectra B als Kombi ist wirklich nicht vergleichbar mit einem Passat oder Mondeo, denen gegenüber ihm mal locker 150 bis 300 Li8ter Laderaum fehlen. Der Laderaum ist eine Kombis nicht würdig – er ist einfach zu klein und auch nicht einmal besonders gut geschnitten. Als Kombi taugt der Vectra nichts – auch seine Zuladung ist – speziell am Mondeo gemessen – einfach mickrig.

Groß ist anders: Der Vectra Kofferraum ist eine schwache Seite

Dann kommt hinzu, dass er ein Opel ist – die haben ja schon seit vielen Jahren ein stattliches Image-Problem. Das senkt den Preis fast mehr als jedes reelle Argument – und kann uns ja erst mal nur recht sein, oder?

Die Motoren sind alle ein bisserl freudlos, vor allem der 100PS Benziner mit 100PS, der allerdings den Markt nach unten hinten dominiert – ihn findet man wirklich riechlich. Er ist knorrig, die Laufkultur übel und die Auspuffe gehen hier noch öfter kaputt, als bei allen anderen Modellen. der 136PS Motor macht mehr Spaß, säuft aber – während der kleinere mit 8-8,5 bewegt werden kann, sind hier 10 Liter eher realistisch – bei den heutigen Spritpreisen keine Freude. Übel ist auch der 100PS Diesel, während der spätere 2.2er eine echte Freude sein kann – 125PS gehen okay, 6,5 Liter auch – und die Durchzugskraft stimmt.

Familienabteil? NIcht sooo recht – der Mondeo ist für das gleiche Geld BEDEUTEND größer

Die Bremsen beim Vectra sind überproportional anfällig, auch die Handbremse. Die Lenkung ist sehr empfindlich, die Elektrik ist es ebenso wie die Zentralverriegelungen. Alles in allem muss man also sagen: der Opel bietet neben dem Preis nicht so sehr viele Highlights. Immerhin ist sein Fahrverhalten recht angenehm  berechenbar und sogar sportlich, wenn es mal sein muss.

Schlimm: die mikrobischen Außenspiegel, in denen  man nichts sieht oder auch der idiotische Hebel, der den hinteren Scheibenwischer abschaltet, wenn man Wasser auf die Scheiben spritzt… Nein, OPel, hier hattet ihr keinen besonders hellen Moment.

Hinzu kommt: Ein Ford Mondeo ist eigentlich auch nicht teurer – kann aber eigentlich alles besser und hat obendrein mehr Platz für Kind und Kegel – vor allem die Turnier-Modelle.

Beim Vectra muss man vor großen Laufleistungen keine Angst haben – zumindest was die Motoren angeht. Die Sitze halten so lange nicht durch, die Bezugstoffe esrt recht nicht und der Auspuff schon gar nicht

Schaut man so auf den Markt, muss man leider sagen: Sorry Opel, das reißt uns nicht aus dem Sessel. Allenfalls der Preis und die verhältnismäßig langlebigen, unempfindlichen Motoren. Hiermit kann der Opel dann wirklich punkten – wir sind Modelle probe gefahren, deren Maschinen 300.000 auf der Uhr hatten und tadellos liefen, auch wenn der Rest zum Teil modrig war. Hier taugt der Opel Vectra B in billig was. Irgendwas kann jeder.