Kia Rio DC

Kia Rio DC – einer der billigsten billigen

Der heutige Kia Rio ist ein sexy Kleinwagen – fährt sich knackig, ist knackig motorisiert und knackig designed – tatsächlich kaufen die Leute ihn in erster Linie deshalb.

Den ersten Kia Rio kauften die Leute des Preises wegen und mussten das Design notgedrungen akzeptieren. Und das war kein leichter Job. Der Kia Rio hat einen Hänge-Arsch, wie ihn lange Zeit nur koreanische Designer produzieren konnten. Der Ssangyong Rodius ist vielleicht noch hässlicher in dem Bereich – aber in seiner Klasse war der Kia Rio schon ziemlich am Ende und wirkte optisch immer so, als würde er gleich nach hinten kippen.

Kia Rio DC

Der pummelige Kio Rio DC kam in einigen Ländern ganz gut an, weil er groß genug für eine Familie war – in Deutschland hatte er es schwer

Er war optisch beinahe eine Art Kombi, wobei das Heck zwar groß ist, aber nicht so groß, wie man von Außen zunächst meinen würde.
Hatte der Kia ausreichend innere Werte?

Auf den ersten Blick schon – der Wagen hatte reichlich Innenraum, war größer als der Rest seiner Klasse und hatte darüber hinaus ziemlich großzügig dimensionierte Sitze.

Denen gegenüber standen schlimm unterdimensionierte Bremsen, die nicht nur schlecht verzögern, sondern zudem auch noch enormem Verschleiß unterliegen – und daran hat sich über die Jahre nichts geändert.

Innen so lustlos wie nur koreanische Autos und solche aus Wolfsburg sein können

Auch sonst ist der Kia Rio nicht wirklich sexy in Verarbeitung und Qualität. Tüv Prüfer mochten ihn schon sehr früh nicht – der Kia Rio der ersten Generation lag hier stets weit unter dem Durchschnitt – ähnlch reagierten die Garantieversicherer.

Die substanziell geringen Preise des Kia Rio der frühen Jahre – der Rio wurde von 1999 bis 2005 bei uns angeboten – sind also erklärlich. Hier und dort beko0mmt man Exemplare mit frischem Tüv für ein paar hundert Euro – den Kia Rio wollen nicht viele Leute haben. Nicht nur, weil er vage hässlich ist; er fährt sich auch nicht toll. Der Wagen liegt wie ein Ostblock Auto aus den 80er Jahren. Der primäre Grund liegt darin, dass der Rio in den meisten Fahrwerkskomponenten auf dem deutlich kleineren Mazda 121 basierte, dessen Entwicklung tatsächlich bereits 1982 startete, als noch anderen Ansprüche gestellt wurden.

nicht gar so groß, wie man glauben würde, aber größer als der Klassendurchschnitt

Die Karosse des Rio war zu groß, zu schwer, zu ausladend für die Fahrwerksgeometrie, die Lenkung ist schwammig und unpräzise, beinahe vage, wenn man so will. Klar muss sein – selbst diverse billige Autos können das besser – Ford Fiesta, Opel Corsa B, notfalls ein Golf 2.

Für den Kia Rio spricht dann maximal noch seine Innenraumkapazität, die einem Fiesta etwas überlegen ist – sonst hingegen ist der Kia Rio der ersten Generation alles andere als ein Highlight. Neben seinen Tüv-bekannten Macken kommen diverse Alltagsthemen hinzu: Ölundichtigkeiten, träge Motoren, die alles andere als Sparsam sind, Fensterheber mit hoher Anfälligkeit, unterdimensionierte Sitzschienen, Schwächen im Bereich von Lenkung, Fahrwerk und – teuer – Radlagern hinten.

Es gibt nicht übermäßig viele Gründe, sich einen Kia Rio zu kaufen – selbst für unter 1000 Euro kannst Du jede Menge bessere Autos bekommen




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