Kia Magentis

Nicht klassischer Weise ein Gesicht in der Menge – eher ein unauffälliger Asiate – aber ein guter

Kia was…? Kia Magentis… tatsächlich war der nicht gerade im Blitzgewitter der Teutonen-„Fachpresse“ – die unterziehen ja lieber BMW, Mercedes und Volkswagen intensiven Test, nur, weil die das Muster ihrer Sitzbezüge geändert haben…
Der Kia Magentis war so ein typischer Fall von totaler Ignoranz.
Heute gilt: wer ein billiges, großes Auto mit anständiger Qualität sicht, ist mit dem Kia Magentis wirklich gut bedient. Technisch ist er der Bruder des Hyundai Sonata, dem kleineren Bruder der sehr geilen XG30 und Kia Opirus, deren coole Cruising Qualitäten er nicht erreicht. Für eine Handvoll Euro bleibt er aber auch nicht so weit davon entfernt, wie man bei einem teils schon lächerlich billigen Auto spontan vermuten würde. Gute Magentis gibt es schon für 3.000 bis 4.000€ – und die haben dann teils schon Leder, Automatik, 6 Zylinder – das ganz Programm. Und speziell der 6Zylinder mit der Serienmäßigen Automatik macht wirklich eine gute Figur. Wir hatten einige Magentis und Sonatas in den vergangenen Jahren – und selbst wir sind immer wieder erstaunt, wie absolut tauglich der ist. Die Maschine ist nur bei voller Beschleunigung wirklich zu hören.

Kia Magentis

Mag sein, dass der nicht genug hermacht – aber innen ist er cool. Asiatisch, aber cool

Laut wird der Magentis auch bei Autobahnfahrten jenseits der 160 KM/H – die sich jedoch ohnehin im Grunde verbieten, weil dann der Verbrauch obszön wird. Man kann selbst den 6Zylinder mit 9 Litern fahren – dann muss man aber auch wirklich drauf achten. 11 ist eher normal. Der Vierzylinder ist da etwas besser, aber macht eben einfach nicht so viel Spaß ;->

Was kann der Kia Magentis?

Der Kia Magentis ist ein sauberer Gleiter  unauffällig obendrein – das ideale Fluchtfahrzeug. Billig ist er dazu, weil ihn einfach keiner kennt. Den Hyundai Sonata kennt schon kaum einer – der weitgehend baugleiche Kia ist jedoch praktisch vollkommen unbekannt und findet sich daher entweder beim Kia Händler oder bei privaten Anbietern, was den Kauf alles in allem sehr angenehm gestaltet.

Technisch ist der Wagen unauffällig, wenn auch die Automatikgetriebe oberhalb von 150.000 schon mal lecken. Auch die Auspuffanlage macht schon mal Stress – nicht, weil sie so rostanfällig wäre – eher schon mal, weil man irgendwo aufsetzt, da die Bodenfreiheit des Kia Magentis nicht brillant ist.kia_magentis_blau

Sonst ist das Fahrverhalten narrensicher – Frontantrieb, Untersteuerer. Der Wagen fährt sich toll als Cruiser, kann aber auch notfalls mal um eine Kurve hetzen. Er vermittelt das allerdings nicht so direkt, obwohl der 6Zylinder mit seinen 169PS wirklich fabelhaft kraftvoll ist.

Man muss ihn nicht besonders mögen, um ihn zu lieben – der Kia Magentis hat alles, was eine fette Schleuder für wenig Geld braucht – und zuverlässig ist er obendrein und die Versicherung langt auch nicht zu sehr zu.

Das hat was.