Hierduwassissletzteprreiss?

Hierduwassissletzteprreiss? scheint das einzige Wort zu sein, das in über 160 Weltsprachen vorkommt und stets die gleiche Bedeutung hat, nämlich: „Du hast Deine Karre zwar für 5.000 inseriert und ich weiß, dass sie es wert ist, aber ich will dir nur 500 dafür geben und rufe dich deswegen jetzt Tag und Nacht an.“ Eine ganze Menge Bedeutung für ein einzelnes Wort, zugegeben – aber jeder, der heute Autos inseriert, kann die Geschichte.

Und immer mehr Leute legen einfach auf, was erfahrungsgemäß zu einem weiteren Anruf führt – Konzept nicht verstanden.

Hierduwassissletzteprreiss.de ist übrigens erstaunlicher Weise noch frei – obwohl das eigentlich ein ausgezeichneter Name für eine Autobörse wäre

Lange Zeit dachten wir, es handle sich da um ein pures Phänomen der unter-1000-euro-Klasse. ebenso dachten wir auch, das sei ein Phänomen in Deutschen Großstädten – dem ist aber nicht so. Wie wir auch aus diversen von Euren „Ichkotzgleich“-Mails lesen können, ist das normal geworden. Wir glauben, dass es eigene Call-Center dafür gibt 😉

In Letzter Zeit stellen wir zunehmend an Kommentaren und Zuschriften fest, dass sich das Thema einerseits ausbreitet, vor allem auch in gehobenere Preisklassen und dass gleichermaßen die Quote derer wächst, die die Schnauze voll haben – ein anderer Markt entsteht: Die professionellen Fahrzeugankäufer.

https://auto-ankauf-seven.ch/ ist beispielsweise ein Vertreter dieser neuen Gattung – und die agieren auf einem Markt, auf dem es dieses Thema lange zeit nicht gab… Aber auch in Österreich und Deutschland kommt die Idee in Mode, sich nicht mehr das Wochenende zu versauen oder sich Nachts mit unbekannten an schlecht beleuchteten Park & Ride Parkplätzen zu treffen, sondern einfach zu schauen, was man auf einem solchen Markt für den Wagen bekommt.

Für Kunden ist der gebotene Service im Grunde nicht komplizierter als das Einstellen des Wagens in eine Autobörse – Formular ausfüllen, Preisvorschlag erhalten, finaler Preis vor Ort.

Vieles war früher doch irgendwie lustiger. Und natürlich wurde da auch gefeilscht

Erstaunliche Erkenntnis: Als wir uns kürzlich mit zwei professionellen Fuhrpark-Managern unterhielten, sagten die uns beide übereinstimmend, dass sie längst solche Services nutzen. Da kommt man ins Grübeln und wird stutzig.

„Ihr habt doch vermutlich zu 100% seriöse Leasing-Autos, oder?“

„Klar,“ hört man da „Und die meisten sind Diesel. Und die Preise, die dir ausgerechnet die Marken geben, die den Diesel-Skandal verursacht haben, sind vollkommen obszön.“

„Also zahlen die Ankäufer bessere Preise?“

„Zum Teil schon – kommt  natürlich aufs Auto an – aber das ist ja für uns auch nur die halbe Rechnung. Das ganze ist professionell und einfach – kostet uns also wenig Zeit. Und wir müssen ja unsere Arbeitszeit mit in die Rechnung rein nehmen. Wenn ich erst mit 20 Händlern telefonieren und dann am ende doch keinen besseren Preis bekomme, habe ich nix gewonnen.“ Das leuchtet ein.

In unserer Fahrzeug-Klasse mag das ganze vom Wirtschaftsmodell grenzwertiger sein – zumindest im direkten Vergleich zu einem 36 Monate alten Vorstands-Benz. Nachdem sie zunächst die Typen mit den Kärtchen waren, scheinen Fahrzeugankäufer mittlerweile einen gewissen professionellen Charme zu haben – und auch wir haben nur 52 Wochenenden im Jahr….