Diese Sixt-Preise… Sind die eigentlich wirklich so günstig? Wie soll das denn gehen?

Tatsächlich erreicht uns die Frage öfter: „Kann man sich trauen, diese Sixt-Angebote anzunehmen? Die sind so teilweise günstig – wie soll denn das gehen?“

Hm… An der einen oder anderen Stelle haben wir da tatsächlich schon – gerade im Sonderangebots-Segment – Offerten gesehen, die einen stutzig machen. Aber just wir, die wir Neuwagen vermeiden, wo es nur geht, haben das Sixt-Angebot schon 2 mal angenommen. Und wenn man es einmal nachrechnet, ist der Schock gar nicht mehr so groß.

Leasing – was ist das eigentlich?

Stark vereinfacht: Auto-Leasing ist eine Besitzform, bei der der Wertverlust des Wagens prognostiziert wird, über die Lauzeit verteilt und verzinst wird. In Zeiten hoher Zinsen ist Leasing dadurch nicht ganz so knackig – im Moment kann es durchaus spannend sein, wenn man ein neues Auto will.

Nehmen wir mal das ganze komplizierte Beiwerk und schubsen Dinge wie Steuern und Zinsen und ähnliches beiseite, um die Rechnung klar zu kriegen, dann sieht das also im Grunde so aus: Du willst einen Wagen für 20.000 kaufen. Die Prognose sagt, dass der innerhalb der kommenden 48 Monate die Hälfte seines Wertes verliert, also ungefähr 9600€. Dann teilt man die 9600€ durch die 48 Monate und kommt auf eine Rate von 200€ pro Monat und am Ende ist der Wagen noch 10.400€ wert

Soweit, so gut. (Wie gesagt: Alles ohne Steuern, Zinsen, etc – aber das ist die Funktionsweise.)

Bleiben wir mal in der Rechnung, der Einfachheit halber. Wie funktioniert das nun bei einem großen Laden wie Sixt?

Eines der besten Business-Modelle der Welt

Companies wie die großen Leasing-Gesellschaften verdienen schon seit langer Zeit mehr Geld damit, Autos zu verkaufen als Autos zu verleasen oder zu vermieten. Aufgrund der Marktmacht bekommen diese Unternehmen Vorzugskonditionen, von denen andere nur träumen können.

Sagen wir also mal, eine Company wie Sixt erhält 30% Rabatt. Steuern und alles beiseite lassend, bedeutet das: der Großanbieter kauft den Wagen für 14.000€ statt für 20.000€. Bleiben wir im Bild und der Wagen ist am Ende noch 10.400€ wert, dann beträgt der Wertverlust nicht 9.600€, sondern vielmehr 3.600€. Teilst Du die fair auf 48 Monate auf, liegt die reale Rate also bei 75€. Sind die Preise also immer noch so günstig?

Und machen wir uns nix vor: die 30% dürften hier eher der Durchschnitt sein als die obere Grenze.

Klare Ansage

Und jetzt stellen wir uns noch eins vor: Die meisten Leute legen zur Reduktion ihrer Rate 10% oder 20% an, um die monatlichen Raten zu reduzieren. Bleiben wir auch hier im Bild: Die Leasing-Gesellschaft kauft für 14.000 und verliert 3600 Euro Wert über die kommenden Jahre. Du zahlst aber 4000€ an. Merkst Du was?

Genau: In diesem Modell würde der Leasing-Partner sogar schon dann ins Verdienen kommen, wenn Du gar keine Rate zahlen würdest…

Noch Fragen….? Genau – das beste Geschäftsmodell der Welt.

Was wir allerdings sagen müssen: Unsere Erfahrungen sind dennoch gut. Bei den zwei Malen sind wir von Sixt nie abgezogen worden, es gab keine schrägen Abzüge für kleine Parkhaus Dellen und ähnliches – alles professionell, glatt und sauber, ganz so wie beim Mieten auch.

Aber eins muss klar sein: Die günstigen Preise sind eher relativ.



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