Emotionale Diskussionen über Autos liegen uns.

Unsachliche emotionale Diskussionen – ach… umso mehr! 😉

Nachdem wir Euch kürzlich fragten, wie ihr mit dem Diesel umgeht, erreichten uns wieder mal Kommentare, die einem die Tränen in die Augen trieben. Freudentränen. 🙂

Da lesen wir von – nennen wir ihn aus Datenschutzgründen heraus einfach mal Idiot1:

Germanisten mögen da jetzt über Interpunktion streiten – aber hey: Die Aussage ist doch klar verständlich

Hm… Was lernen wir da? Richtig: Idiot1 hätte in der Schule ein wenig besser aufpassen müssen – das gilt in vielerlei Hinsicht. Ein weiterer Kommentator ist da schon deutlich näher am BWLer, nennen wir ihn aus Datenschutzgründen und der Einfachheit halber Idiot2. Von dem lernen wir:

Dieselgate

Da hat sich jemand Gedanken gemacht und die Form gewahrt. Irgendwie.

Also… der Argumentation müssen wir uns dann wohl beugen und das korrigieren, oder? Hm… Vielleicht warten wir damit noch eine Sekunde und übertreiben es nicht gleich. Diese Rechnung ist leider genauso cool wie die, die hier vor ein paar Monaten mal ein Leser aufgemacht hat, als er sagte „Ein teures Auto zu kaufen, ist nicht wirklich teurer – ich bekomme ja am Ende auch einen höheren Preis beim Verkaufen“. Da möchte man für einen Moment sagen „Pass auf – Klaus hat 6 Äpfel…..

Aber leider ist das natürlich eine sehr Deutsche Haltung, die auch genau dort hin geführt hat, wo wir uns heute befinden. Der Deutsche hält den Diesel pauschal für billiger. Deshalb (Und aufgemerkt: Hier kommt die erste Falle) ist der Deutsche auch willens, für den Diesel mehr auszugeben, weil das ja am Ende billiger ist…

Diesel

Düstere Szenarien? Sinnlose germanische Panik? Der Diesel steht unter Feuer – und selbst mathematisch sollte er das bei vielen viel öfter tun

Nochmal: Es gibt wirklich hunderte von Vergleichen, die das relativieren. Aber schon die einfache Rechnung machen klar: Das stimmt nicht immer. Der Diesel ist immer teurer in der Anschaffung. Er ist meistens teurer in der Versicherung. Er ist immer teurer in Wartung und Reparatur. Er hat einen höheren Verschleiß bei Reifen, Kupplung und oft auch bei Fahrwerksteilen und erfordert oft höhere Investitionen in Ölwechsel. In vielen Konstellationen kostet er mehr oder erheblich mehr Steuern. Rechnet man das alles zusammen (und das tun wir hin und wieder), wird klar: da kommen im Jahr immer schnell ein paar Hunderter zusammen.

So… sagen wir jetzt mal, das sind 500€ – und sagen wir weiterhin, dass der Sprit auf 100 Kilometer 5€ billiger ist (dann kann man es einfach rechnen) – dann muss man 100 mal 100 Kilometer fahren, bevor man mit dem Diesel einen Cent sparen kann (wer es im Kopf nicht schafft: das sind 10.000 Kilometer im Jahr. Und das ist eine günstige Rechnung – in anderen Konstellationen (etwa: Junger Fahrer mit geringer Schadensfreiheitsklasse in der Versicherung) werden das dann oftmals schnell 12.000, 15.000 oder gar 20.000 Kilometer, die man durch den billigeren Sprit wieder herausfahren muss.

Klar geworden soweit?