3…2…1… nicht mehr deins?

Die Meinungen zum professionellen Gebrauchtwagenankauf gehen mehr und mehr auseinander. Wenn man zu dem Thema mal in unser Forum schaut, dann kann da jeder eine Geschichte erzählen, viele allerdings oft auch nur die Geschichte eines Bekannten eines Freundes, dessen Cousin, vielleicht aber auch sein Schwager… Wer weiss das schon so genau – und wie kam eigentlich die Spinne in die Yucca Palme damals…?

wohlwollend kann man da mal vermuten, dass Webdesigner keine Ahnung haben, was ein E34 oder ein E38 ist… Aber die Preisklasse ist schon mal gut

Klar ist: Das Thema ist weiter im Kommen. Wer – wie viele von uns und Euch – die Inserate im Bereich unter 3.000€ screent, der sieht bei jedem dritten (gefühlt, nicht statistisch ermittelt) Inserat diesen Satz „LETZTEPREISANRUFE WERDEN NICHT BEANTWORTET“.

Hm… Das erzählt schon irgendwie eine Geschichte. Eine, die wir in den letzten beiden Jahren immer öfter auch bei den Leuten gehört haben, von denen wir Autos gekauft haben. 321 Autoankauf in ganz Deutschland ist deshalb beispielsweise ein Lichtblick, denn leider haben auch schon viele Leute echte schlechte Erfahrungen mit den neuen Großen der Szene gemacht. Und hier gilt ja wohl: Konkurrenz belebt das Geschäft, oder?

Selbst wir – oder vielleicht auch gerade wir haben auch keine rechte Lust mehr auf die ganzen schrägen Leute, die sich da heute auf dem Markt herumtreiben – und da kommt man schon an den Punkt, wo man sagen möchte „Russischer Name…? Ach… da ruf ich mal besser nicht zurück…“ Und wir wissen, wie vielen Leuten wir da total Unrecht tun (Auch solchen, die nicht einmal Russen sind, aber zumindest einen vage so klingenden Namen haben…). Dagegen kann selbst ein Ankäufer, der einem keinen Traumpreis macht, plötzlich attraktiv wirken.

Wäre eventuell mal ein spannender Versuch für unseren aktuellen Wagen 😉 Die Testimonials, die bei anderen Ankäufern immer shiny new cars zeigen, zeigen bei 321 Autoankauf sogar Fahrzeuge wie den BMW E34. Whow – der wurde vor satten 24 Jahren vom Markt genommen – auch wenn das Bild einen anderen Wagen zeigt – aber selbst der E38 gilt ja nicht mehr als typischer Neuwagen.

Wirtschaftlich deprimieren ist an der Geschichte eigentlich nur, dass auf diese Weise so langsam aber sicher der klassische „Privat-zu-privat“ Verkauf ausstirbt, weil zunehmend an beiden Ende des Besitzens jemand mit verdient. Gerade, wer seine  billigen Fahrzeuge öfter wechselt, was durchaus Sinn geben kann, sieht sich dadurch in seinem Wirtschaftsmodell mittelfristig erheblich eingeschränkt.

Hoffen lässt uns allerdings eines: Wenn auch an einem alten Wagen jenseits der Garantiezeit noch etwas zu verdienen ist, dann ist das am Ende des Tages gut für uns alle, denn dann bleiben die Autos wieder länger im Markt. Und das ist auch gut so.

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