Wer mehr zahlt, ist selber schuld!

Billigautos richtig kaufen 1/5: Die Schmuddeltour

Mobile.de und Autoscout – na klar, das kann ja jeder. Freaks kennen noch andere coole Märkte oder haben den Überblick über die Autobörsen und tricksen damit herum.

Gut – aber unter Männern: Dummes Zeug.

Autobörsen führen solche Leute zusammen, die den Willen haben, ein Auto zu kaufen und solche, die den Willen haben, ihr Auto zu verkaufen.

Soweit, so gut – aber hier haben eben beide ein Interesse. Cooler wird es da, wo die Zahnbürste nicht hinkommt – dort, wo Autokäufer auf solche Treffen, die nicht einmal ein rechtes Interesse daran haben, Autos zu verkaufen, sie aber dennoch gerne vom Hof hätten…

Die Hinterhöfe von Autohändlern sind auch heute noch eine Fundgrube sondergleichen – und wir haben uns dieses Wochenende wieder einmal dort herumgetrieben und diverse erstaunliche Funde gemacht – und zuletzt haben wir sogar ein Auto gekauft – für unfassbar gutes Geld.

Einmal ist das natürlich Arbeit. Du musst Dich auskennen, wissen, wo die Händler ihre schmuddeligen Höfe haben. Ganz klar – das ist nicht mehr in Großstädten – hier ist der Grund einfach viel zu teuer, als dass man modrige alte Autos draufstellen würde. Aber die Vororte oder die Händler auf dem Land – die kennen das noch. Audi- Mercedes und BMW-Händler haben damit so ihre Mühe – die geben Steh-Autos lieber gleich zu irgendwelchen Typen, die sie abholen.

Und doch sind wir auch heute noch fündig geworden. Da lacht uns etwa der eigenartige Hof eines Händlers an, den wir noch aus Zeiten kennen, da er Honda-Händler war – mittlerweile verkauft er Hyundais, weil selbst Honda auf dem Dorf zu teuer scheint. bei dem stoßen wir auf einen alten Daihatsu und den Billig-Auto Klassiker Nissan Micra. Beiden keine Augenweiden und sicher jedes für sich kein Traum-Auto. Zuerst murmelt der Verkäufer vorne etwas von “Nur Export” – aber wir lassen nicht ab und irgendwann taucht der Sohndes Geschäftsführers auf. ein Schniegeliger Typ, der schlimmstes Wetserwälder Platt spricht – aber von Autos versteht er was. Er zeigt uns ganz objektiv die Macken auf – aber das Gespräch endet damit, dass wir den Micra für 500€ vom Hof fahren könnten, wen er uns vorher noch neuen Tüv machen darf.

Der Daihatsu hat ein paar kleiner Macken im Lack,die man erst auf den zweiten Blick sieht. Er läuft rund, springt sofort an – nur einen neuen Auspuff braucht er – vermutlich reicht Schweißen für 200€. Kosten soll er 250.- und TÜV hat er noch 11 Monate. Zudem hat er lächerliche 76000 auf der Uhr. Das könnte sich rechnen. Nur, dass die kleinen Karren immer so blöd sind…

Wir fahren weiter, finden noch einen sehr passablen Mondeo von 97 – Schrägheck, der steckt fast soviel weg wie der Kombi. Hat zwar knapp 200.000 drauf – würde er uns aber gegen Tüv Gebühren vom Hof fahren – zu deutsch: Hier ist man für 100€ dabei!

Wir zucken schon fast. Aber das ist eine alte Erfahrung: Ganz unten ist immer Luft drin, man muss nur wissen, wie und wo.

50 Meter hinter dem Hochglanz-Showroom geht es los

Und dann läuft er uns noch vor die Flinte – die Art Auto, nach der wir wirklich gesucht haben: Ein Omega B.

Der Wagen steht bei einem Nissan-Händler und wurde dort vor ein paar Monaten gegen einen Qashqai eingetauscht. Und der Omega hat nicht den üblichen 2 Liter – er hat den 2.5er – V6, 170PS und Automatik. Da geht was. Der Geschäftsführer muss ran, auch wenn er zunächst keine Lust hat. Eigentlich, stellt sicht raus, mag er den Wagen – er war früher Opel-Händler und kennt den Omega noch gut. “War immer viel besser als sein Ruf”. Was an dem Omega dran sei? Nichts – aber so ein Auto bekommt er nicht los. Wir werfen die Kiste an, er schnurrt sofort. Unter dem Scheinwerfer hat er eine Macke – und zunächst will die Klima nicht. Ist aber nur ein Schlauch, repariert der Chef gleich vor Ort, also tut die es dann auch. Wir dürfen sogar Probe fahren – wenn auch nur auf dem Hof – rote Nummer ist gerade unterwegs.

Dann zum Preis. Auch hier wieder das Tüv-Thema – ohne wollen sie einen dann doch lieber nicht gehen lassen. “An dem ist nix dran, den nimmt der Prüfer und gleich Dienstag ab”. Der Wagen hat 149.000 auf dem Tacho stehen, Baujahr 99 – was soll der denn nun kosten….? Er zögert, bis er sich hinreißen lässt zu Zwofuffzich mit Tüv – dann ist er weg.”

Mit ein bisserl putzen und einer neuen Zierleiste ist der unter realen Bedingungen schnell das 5 oder 8fache wert, wollen wir doch mal sehen. Wir schlagen zu – und halten Euch auf dem Laufenden!

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Die erste Mercedes C-Klasse unter 3000€ – kann die was?

macht noch was her - klassische Mercedes Linie der frühen 90er

Billige Mercedes haben immer noch diesen eigentümlichen Mythos: Die Leute glauben, der Realität entkommen zu sein: Sie kaufen das geheiligte, steinrobuste Luxus-Autos zum Preis eines gut ausgestatteten Notebooks – und alle Zuverlässigkeitssorgen sind gelöst.

Ist dem so?

Die erste C-Klasse, die man von 1993 bis 2001 kaufen konnte, ist derzeit genau an diesem Punkt.

Sehr bald wird sie als Youngtimer entdeckt werden und die Preise werden sogar noch steigen – zumindest für die gut gepflegten Exemplare – beim Vorgänger war das irgendwann uferlos. Bekommt man solche für 3.000€? Die Antwort lautet: Jein, Im Prinzip manchmal.

Es gibt sie wirklich: Gepflegte Rentnerexemplare, die keine 100.000 auf der Uhr haben und noch super aussehen bis auf die 2 typischen Kratzer vom Einparken. Sie sind rar. Und meist haben sie trotz guter Pflege unterm Blech die gleiche Probleme wie alle anderen: Die Heckklappen des Kombis rosten schlimm, die der Limousine mäßig – die Türunterkanten tun es bei beiden Modellen signifikant. Leider greift das dan auch schon mal auf angrenzende Bereiche über – hinterer Radlauf am Rande der Rücksitzbank beispielsweise. Hier findet man wirklich schlimme Exemplare, die gerade mal 14 Jahre alt sind. Ab dem Modelljahr 98 wird vieles besser – nach dem Facelift. Die Exemplare sind aber häufig noch deutlich teurer.

Die Schiebedachführungen sind häufig schlimmer Schrott, wie auch beim W210 – das also bei der Probefahrt prüfen – die Reparatur ist unbezahlrbar. Noch schlimmer: Die Klimakondensatoren schlagen schnell mal Leck – 600€ sind da schnell mal weg. Lenkungsdämpfer und Traggelenke wie auch die Köpfe der Spurstangen neigen ebenso zu Verschleiß, wie man ihn früher nur dem 3er BMW nachsagte.

Fahrtechnisch hingegen ist der W202 immer noch ein guter Griff – benzig neutrales Fahrverhalten, selbst auf Nässe akzeptabel. Der 180er reicht als Motorisierung im Grunde aus – die frühen 220er Diesel mit ihren 95PS sollte man vielleicht aus heutiger Sicht eher meiden – zumal hier generell die teuren Luftmengenmesser sehr anfällig sind, ist man mit den Benzinern insgesamt besser bedient, die selbst mit Automatik unter 10 Litern zu bewegen sind. Der Inenraum ist noch aus der Zeit, da Mercedes der ergonomische König dieser Klasse war. Alles leicht ztu begreifen und gut zu handhaben – zumindest wenn man sich erst mal an den Hebel gewöhnt hat, auf dem so ziemlich alle Funktionen zu liegen scheinen – man wundert sich beinahe, dass man mit dem nicht noch das Radio regeln und die Heckklappe öffnen kann.

Unbedingt empfehlenswert: Die hervorragende Automatik, auch beim C180 oder C200. Letzterer kann ohnehin nicht viel mehr und ist nur sinnlos teurer. Die Schaltung ist ein Grauen und lässt den Mercedes erstaunlich gestrig wirken – Finger weg, da die Getriebe auch noch empfindlicher sind als die Automatik. Die macht 250.000 mit, auch der knurrige 180er Motor mit seinen 122 PS.

Alles in allem ist die C-Klasse immer noch ein guter Treffer – und macht sogar was her. Gepflegte Exemplare wirken immer noch weit teurer als die 2000 oder 3000 Euro, die man dafür bezahlen muss – und bestenfalls werden sie zum Youngtimer, was den Wertverlust im Grunde aufhebt, wen man sie jetzt noch 2 Jahre fährt. Der Kombi wird sich da ein wenig ausnehmen. Grundsätzlich haben die billigen Exemplare hier ohnehin mal schnell 250.000 auf der Uhr – können aber natürlich schon mehr als die Limousine.

Auffällig: Bei diesen Wagen muss man nie Angst haben, dass man sie nicht los bekommt. Mercedes der ersten C-Klasse drehen schnell – wer sie inseriert, bekommt sie auch weg; Mythos Mercedes eben.

Fazit: Wir würden ihn immer noch kaufen – als C180 T-Modell mit Automatik. Billiger kann man so einen Wagen nicht fahren.

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Billig-Cabrios 6/8: Smart Cabrio für 3.000€ – smarte Wahl?

Du suchst ein Cabrio für 3000 Euro? und möglichst nicht aus den frühen 90ern? wenig gelaufen…?

Dan stößt Du im Normalfall irgendwann auf den hier – den offenen Smart. Was kann so ein Smart Cabrio?

Zunächst einmal kann er eins definitiv nicht: Er kann keine Rückbank. Und Kofferraum kann er auch nicht – aber das mag man ja fast noch eher verschmerzen.

Wer jetzt spontan vermutet, der Smart habe auch keinen Innenraum, der sieht sich getäuscht: In dem Punkt ist der Smart erstaunlich – ob nun Cabrio oder geschlossen – der Wagen bietet auch großgewachsenen Menschen ausreichend Sitzraum und vor allem auch den nötigen Verstellmechanismus, um diesen vernünftig auszunutzen. Da sind manche größere am Ende im Zweifel kleiner.

lustige Farben beherrschen die Szene

Ansonsten aber hapert es mit der Größe beim Smart jedoch in den meisten Disziplinen.

Smart fahren ist einfach freudlos. erst einmal die gruselige [Halb-]Automatik, deren Nutzen sich insgesamt kaum erschließt – so ruppig, wie hier die Gänge gewechselt werden, schaffen das auch Fahranfänger mit stark gebrauchten Kleinwagen-Getrieben. Das ist mau. Das gesamte Fahrverhalten ist indifferent, die Reaktionen der verschiedenen Motoren sind es auch. Im Grunde nehmen sie alle kaum recht Gas an, obwohl der Smart speziell beim Anfahren nach vorne hopst wie eine junge Kuh. Das verdient alles in allem gerade noch ‘ne Vier – aber mit einem blauen Brief zur Sicherheit.

Luestige Farben ersetzen Pflege nicht - der Smart wird oft von Söhnen und Töchtern bewegt, die den Sinn von Wartung nicht verstehen

Und diesen Puffer braucht man – denn mit der Zuverlässigkeit des Smarts ist es auch nicht durchgängig gut bestellt. Wer sich umsieht, findet schockierend viele Smarts mit Austauschmotoren – das hat seinen Grund. Ebenso ist der Smart nicht gerade rostfrei und die Bremse, ESP und ABS-Komponenten nerven gerne umfassend. In allen wesentliche Zufriedenheitsbefragungen macht der Smart eine schlechte Figur, die Europäischen Garantieversicherer stufen ihn auch nicht gerade schnuckelig ein. Die Federn taugen auch nicht viel – ähnlich wie der A-Klasse der frühen Jahre, wie insgesamt das Fahrwerk wohl zu oft über Bordsteine geprügelt wird und sich dafür später mit teuren [Tüv-]Reparaturen revanchiert.

Der Frischluftfaktor ist dabei nicht mal so übel – und die neueren Diesel-Modelle haben sogar einen ganz passablen Zug – denen ist aber ebenso wie ihren Benzinbrüdern auch nicht gerade ein Spar-Gen eingeimpft. Da man mit dem Smart oft Vollgas fährt, bleibt er in vielerlei Hinsicht im roten Bereich – an der Tankstelle ist mancher Golf oder Peugeot 306 für das gleiche Geld die bessere Wahl.

Durchdacht und auch für Große geeignet: Smart Cabrio innen

Das ist dann am Ende des Tages auch das Fazit: Nur, weil die Smart Cabrios für kleines Geld etwas neuer sind als die klassischen Kompakten, heißt das nicht, dass sie die besser Wahl sind. Sinn macht der Smart als Cabrio auch nur in der großen Innenstadt, wo er durch [verbotenes] Querparken an Charme gewinnt und seine zahlreichen Schwächen nicht so sehr zutage treten. Außerdem ist er ein bisserl poppig und zeitlos, was ihm Sympathien verschafft.

Und: wer ihn sich als Spielzeug leistet, bekommt ihn auf der Einfahrt noch hinter den Familienkombi ;->

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Billig-Cabrios 5/8: Ford Escort für 2000€ – worauf musst Du achten?

ja ja ---- er mag weniger Linie als der Golf haben - aber er kostet einen Tausender weniger

Am Stammtisch fällt er immer gerne durch, der Escort .- gilt stets im Dreiklang der 3 Brot- und Butter Cabrios von Ford Opel und VW als der dritte im Bunde, als das häßliche Entlein.

Experten sehe das anders, speziell, wenn es um die stark gebrauchten Exemplare geht.

Schaut man sich um, hat man da den im Grunde soliden, aber überbezahlten Golf, der zudem ein übler Roster ist; den Opel Astra, dessen Cabrio-Version in etwa ebenso schlecht ist wie die mit festem Dach und man hat den Escort – unauffällig zieht der seine Bahn, ohne recht im Fokus zu stehen, ohne Beachtung – und mit sehr fairen Preisen.

Und das zieht sich durch. Nicht nur zum Kaufen ist der Escort eher erschwinglich – auch die Ersatzteilpreise sind es. Gut – einige sind schwachsinnig zusammengesetzt, wie etwa die Scheibenwischer – aber das war es eigentlich auch schon. Der Escort überzeugt im Alltag – auch seine Sportversionen mit kriegerischem Namen XR3 sind nicht nur von hirnamputierten gefahren worden, sondern waren einfach die stärkste Motorisierung der Range, was die Marktlage wirklich ganz entschieden verbessert.

Die Verfügbarkeit ist durchgängig gut – es macht kaum Sin, auf 75PS Modelle auszuweichen, die es zuhauf gibt, wenn man gescheite Performance von 90 oder auch 105PS praktisch für das gleiche Geld bekommt.

Wer sich das mit dem Holz ausgedacht hat, hat auch damals schon geschmacklich daneben gelegen

Die Dächer sind spätestens ab 1992 ziemlich gut – und auch hier: Billig zu ersetzen. Auch die E-Mechanik taugt, ist allerdings nicht so verbreitet wie etwa beim 306er Peugeot oder dem Golf Cabrio – wobei auch die mechanische Bedienung leicht von der Hand geht.

Schwer ist bisweilen die Lenkung. Das liegt meist an undichten Servo-Komponenten – hier schwächelt der Escort ebenso wie beim Auspuff, der nicht nur rostet, sondern auch gerne mal aufgrund mangelhafter Schellen und Verankerungen runterfällt. Leicht zu beheben – auch für Stümper – und teuer ist es auch nicht, eher ärgerlich. Hier und da mockelt eine Wasserpumpe und eignartiger Weise gehen die Pumpen der Scheinebwaschanlage unglaublich leicht kaputt – gibt es bei ebay aber auch für 30€.  Und wie bei allen Ford aus dieser Zeit nerven die Schlösser samt ihrer blöden Schlüssel und Feuchtigkeitsanfälligkeit.

Wer also mit mangelndem Image auskommen kann – für Fahrer von Billigautos ja iohnehin mal klar von Vorteil – der kann man Ford Escort Cabrio richtig Spass haben. Der Wagen fährt alles in allem auch sehr passabel, wenn er auch eher einen Liter mehr braucht als ein vergleichbarer Golf – der geringere Einstiegspreis allein kompensiert das schon gründlich – die geringe Rostfreude der Modelle ab 92 erst recht. Klar rosten hier auch mal hier und da Teile – alles in allem ist der Escort hier dennoch eine ganze Klasse besser als seine beiden weiter verbreiteten Brüder und daher auch der Tip in diesem Segment.

Hübsch oder hässlisch – uns woscht – das Freiluftvergnügen zählt – und das liefert in diesem Dreier-Reigen der germanischen Kompaktklasse der Escort eindeutig zum besten Preis und am verlässlichsten. Also: Worauf wartest Du noch? Den Sommer? ;->

 

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Billig-Cabrios 4/8: Peugeot 306, der Rivale für 3000€ – kann der was?

Golf 3 Cabrio kann ja jeder  - wo sind die Alternativen? Der Peugeot trat damals an, nicht nur eine Alternative zu sein, sondern gar DER RIVALE – so prangte es damals auf jeder Heckscheibe des französischen Golfs, als dieser auf den Markt kam.

Unzweifelhaft hatte Peugeot hier einen ziemlich großen Wurf gelandet. Der 306 war sexy und fuhr sich knackig, war solide ausgestattet und und und und… Und dan kam das Cabrio – und das war all das – und dazu noch sexy. Dieser knackige Hintern sucht schon seinesgleichen. Wenn der Wagen offen ist, konkurriert seine gerade Linie mit dem kecken Hüftschwung auch heute noch locker mit den richtig großen Nummern in diesem Segment – und das heute schon ab recht mundgerechten Preisen.

in der Farbe irgendwie noch lässiger

Für 3000€ bis 4000€ ist die Auswahl an pauschal guten 306er Peugeots schon reichhaltig. Hinzu kommt, das hier die Quoute elektrischer Verdecke wirklich enorm hoch ist – höher jedenfalls als bei den Golf, Astras und vor allem Escorts aus diesem Segment – nur Saab und Chrysler toppen hier.

Leider fangen beim Verdeck auch schon die Art Probleme an, von denen Peugeot-Fahrer ein Lied singen können. Das sind weniger die groben großen Defekte als die Summe kleiner Problemchen und Probleme. Das Verdeckt etwa neigt zur Zickigkeit und schließt bei billigeren Modellen oft nur, wenn diese auf Untergründen stehen, die mit der Wasserwaage nachweisbar waagerecht sind. Das nervt. Ebenso neigen die elektrischen Fensterheber zur Zickigkeit – auch hier: leicht gekippt wird das gerne mal schlimmer.

Außerdem Nerv-Kandidaten der Extraklasse: Schalldämpfer [passabel zu reparieren], Antriebswellen und Manschetten [sinnlos teuer], Servolenkungen [im Vergleich exorbitant teuer] – restliche Fahrwerkskomponenten, hier speziell die Radlager – auch die gehen heftig ins Geld. Die Tankuhr taugt auch nix, aber das mag man ja mit ein bisserl Planung verschmerzen…

Insgesamt ist das Fahrwerk nicht gerade überdimensioniert – es fährt sich zwar knackig, verschleißt aber schnell und war stets eine der typischen TÜV-Hürden des Peugeot 306, das ist nicht wirklich Cabrio-typisch. Die Karosserie hingegen kann mehr als bei Rostern wie dem Golf 3 und anderen gängigen Modellen der 90er. zickig sind hier primär noch die Schließzylinder, während beispielsweise Fangseile und ähnliches eher gut sind und Rost wie gesagt hier nie so ein Riesending war.

passabler Innenraum - die Automatik findet sich hier eher selten, kann aber auch nicht viel

Die 88PS Maschine stinkt zum Himmel und ist zurecht verhältnismäßig selten zu finden – hier fehlt es einfach kategorisch an Drehmoment. Der beste Motor ist der hier häufig verbaute 2 Liter aber auch der 1.8er mit 101PS – in einem Wagen dieser Gewichstklasse braucht man wirklich nicht mehr zum Spaß und kommt dann oft mit erfreulichen 7,5 bis 8 Litern hin – da kann man nicht meckern. Leider ist der 306er oft teurer in der Versicherung als ein Golf oder Escort – was den Ersatzteilpreisen geschuldet ist, die im Schnitt wirklich auffällig höher sind. Die Getriebe schalten sich lange knackig, leiern aber früh aus und schaffen weit weniger Strecke als die Benzinmotoren.

Auffällig jedoch: Für das gleiche Geld haben die Peugeots im Schnitt weit weniger Kilometer hinter sich als ein Golf oder gar ein 3er BMW oder erst recht der Saab 900 Cabrio. Das macht auch einen späteren Verkauf oftmals leichter. Hier finden sich 3000€ Exemplare mit 60.000 auf der Uhr – typische Drittwagen wohlsituierter Familien, die in Würde gealtert sind und alle 5.000 Kilometer eine Inspektion bekommen haben und im Normalfall von den meisten der oben genanten Fehler verschont sind.

Kaufen!

In Summe gilt: gepflegte Garagen-Exemplare ja – bei anderen ist das Risiko teurere Reparaturen höher als im Durchschnitt, weil gerne grundlegend teure Teile kaputt gehen und der Ersatz auch noch überdurchschnittlich teuer ist. Das nervt – aber der Peugeot entschädigt mit Dauerhaftem Hingucker-Potential für vergleichsweise faires Geld. Einfach schön.

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Fette Schleudern oder doofe Kleinwagen?

Hm… ist der Titel irgendwie wertend? Nein…. ;->

Okay, okay – es ist seit langem nicht nur unser Steckenpferd – wir machen Billigautos ja wirklich nicht erst seit gestern. Aber warum denn fette Schleudern? Lautet der Tip nicht normalerweise: Kleinwagen kaufen, wenn man sparen will?

Eine prägende Lektüre

Mei… das hat eine lange Historie. Angefangen hat das ganze mit einem Artikel in der Auto Motor Sport im Jahr 1980 [ja ja... ich persönlich konnte gerade mal halbwegs passabel lesen...] Der Leitartikel “Gebrauchte große billiger als neue Kleine” prägte jedoch. Da gab es einen Vergleich zwischen einem halbwegs neuen Audi 100 und einem nagelneuen winzigen Polo. Dann  einen Gegenüberstellung 200D versus 450SE – und immer war das gebrauchte große Modell vollumfänglich die bessere Wahl – Wertverlust macht’s möglich! Da kommt man selbst als kleiner Junge ins Grübeln.

Und dann gesellten sich mit den Jahren einfach viele Erfahrungen dazu. Erfahrungen, die immer wieder sagten: Die wirklich fetten Schleudern sind am Ende ihres Lebnszyklus gar nicht mehr so viel teurer als die pisseligen Klein- und Kleinstwagen. Und nicht nur das: Sie sind ja einfach auch lässiger und im Regelfall haben sie schon die Ausstattungen, die in der kleinen Klasse erst Jahre später ankommen – und das für’s gleiche Geld.

Klar – das Risiko ist ein anderes. – Aber stimmt das denn durchgängig?

Nein – große halten länger, das haben nicht nur unsere kleinen empirischen Untersuchungen gezeigt, sondern auch immer mal wieder große Medien bestätigt.Die Realität der Vorbesitzer zeigt es auch: Die Menge Fiestas, die bei Mobile.de mit 400.000km auf dem Tacho annonciert werden, ist entschieden geringer als die Menge der 7er BMWs, die mit solchen Laufleistungen zu finden sind.
Und all die Argumente werden noch von etwas gänzlich anderem begleitet: Die fetten Schleudern machen eben einfach mehr Spass.

Bei den heutigen Preise spielt Sprit allerdings wirklich eine Rolle. Und auch Versicherungen. Letztere zu vergleichen, ist ja mittlerweile praktisch eh Bürgerpflicht, weil es so einfach geworden ist, ein paar Hunderter zusparen. Generell gilt aber: Ein 730er oder 728er ist nicht mal so arg teuer – in der Haftpflicht ist er manchmal billiger als ein Fiesta oder Polo [das gilt übrigens auch für den Porsche 911...] – die großen Versionen, also ein 500er SE oder ein A8 mit dickem Diesel und Quattro-Antrieb ziehen einem hier allerdings die Schuhe aus.

Sprit jedoch wird landläufig immer wieder überschätzt. Wenn ein Auto 2 Liter mehr Sprit braucht, bedeutet das bei durchschnittlichen 15.000 Kilometern im Jahr im Moment gut 450€ – die spart man häufig schon durch geringeren Wertverlust der großen Autos wieder ein. Ein Fiesta, der 15.000 mehr auf dem Buckel hat, ist auch weniger Wert – bei einem 7er BMW um 200.000 KM fällt das nicht ins Gewicht.

Klar ist somit: ganz so einfach, wie es aussieht, ist es mal wieder nicht – aber wen wir uns zwischen einen Corsa oder einem Omega entscheiden müssen, fällt uns die Entscheidung leicht ;->

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Coole Alternative: Youngtimer – billige Eycatcher?

Qualitativ ein Traum - und teils in gutem Zustand zum Polo-Preis zu haben

Wenn Du ein billiges Auto vom Schlage eines Nissan Micra oder abgewirtschafteten Polos fährst, dann dreht sich mit Fug & Recht keiner danach um… Aber könnte das Leben nicht auch für ein paar Schleifen cool sein? Lässige Hingucker für Wenig Geld – gibt’s das?

Ja, das gibt es – vorausgesetzt, man kennt sich ein wenig aus – denn die Autos der 80er Jahre hatten qualitativ einen solchen historischen Höhepunkt, dass viele von Ihnen auch heute im Alltag noch sehr fahrbar sind – und nicht nur das: Sie machen auch einfach mehr her als der blöde Micra und müssen dabei nicht mal teuer sein – im Gegenteil.

Lexus LS 400 - Der Inenraum hat immer noch Vorstands-Charme und die Mechanik hält bis zum nächsten Weltuntergang

Die Palette in Deutschland verfügbarere Youngtimer ist gigantisch und wir d seit Jahren qualifiziert beobachtet – etwa vom Youngtimer-Portal oder Schwesterseite Youngtimer-Blog oder fotografisch unterhaltsam von den Alltagsklassikern. Hier findet sich jede Menge Kaufberatung – aber auch viel funny Gossip sowie philosophische Betrachtungen – aber eben auch die echten Kaufberatungen, um beurteilen zu können, welcher Klassiker auch heute noch taugt.

Generell fällt dabei auf, dass es gar nicht so wenige Autos sind, die sich aus dieser Szene heute noch gute fahren lassen, dennoch aber auch bereits viele Technologien an Bord haben, die das Leben mit diesen Autos schöner und sicherer machen. Speziell eines unserer Lieblingsthemen – die fetten Schleudern – kommt hier noch einmal zum Tragen – denn so ein 20 Jahre alter Benz ist ein echter Hingucker, muss aber im Unterhalt beileibe nicht teurere sein als ein halbwegs gebrauchter Polo oder ein freudloser Opel Astra.

Mercedes 420SEL von 1988 - immer noch Glanz und Gloria - und das Herrschaftliche Fahrverhalten, das zeitlos ist

Gerade die großen Autos wie der 7er BMW oder auch mal ein großer Lexus Youngtimer für wenig Geld glänzen hier oft durch beständige Qualität, auch wenn bereits 2 Jahrzehnte an ihnen vorbeigezogen sind. Hier spielen – wie so oft – auch soziologische Faktoren eine nicht unerhebliche Rolle: Gute Vorbesitzer geben zur Qualität eines billigen Wagens oft mehr dazu als das Auto selbst – Toyotas etwa wurden jahrelang nicht nur gescheit zusammengeschraubt – sie wurden auch von Strebern gefahren, Die großen Limos waren darüber hinaus im ersten Leben oft im Vorstands-Besitz und wurden anschließend von den Chauffeuren weitergefahren und auch sonst von gut situierten Menschen bewegt, denen der Sinn einer Inspektion einleuchtet…

Klingt das nicht alles ein wenig wie die Chips-Diät, bei der man abnimmt oder das alkoholfreie Bier mit Rausch-Garantie? Nein – übertreiben darf man es nicht. Ein Citroen CX mag cool aussehen als Youngtimer – war aber immer schon ein komplexes, kompliziertes und ebenso zickiges Auto.

Auch die schlichten Autos der 90er bringen einem heute interessierte Blicke ein - für einen Tausender geht es los und die Technik verstehen auch qualifizierte Deppen

Und große Reparaturen bei exklusiven Youngtimern schlagen auch 20 Jahre nach der Erstzulassung noch böse zu – aber dazwischen gibt es noch reichlich Raum :-)

Wir sollten das also gezielt genießen - Youngtimer sind eine echte Alternative, bis die Elektroautos dieser Erde die Oberhand gewinnen. Und wir werden uns ihnen auch hier in naher Zukunft auch wieder in regelmäßigen Abständen widmen.

Mehr Hingucker für wenig Geld kann man nicht bekommen – es muss nicht immer Micra sein… ;->

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3/8: Billig-Cabrio mit Klassenlos-Garantie – Golf Cabrio

Die Kraft der Sonne - im 3er Golf kommt sie im Cabrio sehr berechenbar daher. Die Mechanik ist solide, die Fehler leicht zu finden

Ja ja… das Erdbeer-Körbchen… da muss man sich verspotten lassen – dennoch: Ist der Golf klassenlos oder was?

Man mag dem Golf ja vieles vorwerfen, wie man das als Deutscher ja generell gerne bei Class-Leadern tut. Aber niemand wird im vorwerfen, konzeptionell ein schlechtes Auto zu sein oder irgendwie unausgewogen oder ähnliches, was vermutlich in vielerlei Hinsicht seinen Massen-Charme ausmacht.

Dennoch kann der Golf 3 als Cabrio beleibe nicht alles so gut wie sein lässiger und zeitloser Vorgänger, der auch zu Zeiten des Golf 2 auf dem Golf 1 beruhte. Diesen Trick wandte VW auch später noch einmal beim  Golf 4 an, wenn auch graduell geschickter.

Aber das ist zunächst einmal eine andere Geschichte. Gut ist: Wer 2000 bis 4000 Euro für ein Cabrio ausgeben möchte, findet jede Menge Golfs dabei – gute und schlechte, gepflegte und ungepflegte, wie ha eigentlich überall. Eins kennzeichnet die Golfs jedoch durchgängig: Wie auch der Bruder mit dem geschlossenen Verdeck, haben sie eine üble Neigung zum Rost. Und tatsächlich geht die bei den Cabrios, die ja bei Karmann in Osnabrück gefertigt worden, sogar ein zwei Schritte weiter als beim normalen dreier Golf. Das geht so weit, dass speziell am vorderen Kotflügel einzelne Bestandteile so sehr vom Rost angefressen sind, dass sie sich irgendwann einfach komplett von der Karosserie verabschieden,

Hilfe ist da nicht so richtig günstig. Wer die Seitenteile mit Schwellern fachgerecht machen lässt, den kostet das pro Fahrzeugseite einen guten Tausender – ein 3000Euro Cabrio-Schnäppchen vernichtet hier also schnell mal nahezu seinen gesamten Gegenwert.

Daher wird am Golf auch so viel herumgedocktert – wie sich zeugt, geschieht dies immerhin häufig fachgerecht und auch früh genug – vielleicht schon deshalb, weil der Golf gerne als Drittauto genommen wird – oder das Alibi-Cabrio für die Tochter ist, das Papa gerne an sonnigen Sonntag für einen ausgedehnten Umweg zum Becker nimmt.

In Sommerfarben irgendwie ganz dekorativ

Das erklärt vielleicht auch die große Menge elektrischer Verdecke, die im Golf zu finden sind – und im Gegensatz zu anderen Cabrios ist die Mechanik hier weit weniger anfällig, was eine echte Erleichterung ist. Problematisch ist das Dach in erstenr Linie auf den vorderen 20 Zentimetern, wo es oft nicht richtig auf der Scheibe aufsetzt und Feuchtigkeit eindringen lässt, Oft erkennbar an den ermatteten Fensterrahmen vorne sowie den Armauflagen, wo das Wasser auftropft und Schlieren hinterlässt.

Im Bereich Motor / Getriebe ist der Golf gute Einheitsware und langlebig – der beste Motor ist ganz entschieden der 1.6er mit 100PS, der zudem erstaunlich knauserig mit dem Sprit umgeht und sich auf Strecken tatsächlich mit weit weniger als 8 Litern fahren lässt. Das hat was. Nicht ganz so verlässlich ist das Fahrwerk Die Silentbuchsen hinten sind anfällig, wie auch beim Passat dieser Jahre. Der Austausch ist nicht ganz billig.

Geschlossen hat der Golf etwas cool coupéhaftes - da sind viele andere hässlicher

Allerdings lässt sich dies leicht erkennen, wenn man den Wagen bei der Probefahrt mal um einen Kreisverkehr bewegt und dann etwas ruckartig wieder raus fährt.

Der Rest ist Golf: Gescheite Sitzposition, gute Sicht für ein Cabrio, sogar nach hinten halbwegs. Lohnen ist immer der Kauf der diversen Sondermodelle, die gerne mit Alus und den wirklich guten Sportsitzen von VW glänzen.

Alles in allem kann man also gegen den Golf 3 nicht soo viel sagen – außer vielleicht: Das Chrysler-Cabrio ist häufig auch nicht teurer….

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Dodge Kaliber – der kleine Großkotz wird billig

ja, ja... Er macht schon irgendwie was her vor der Garage - aber das ist eben ein klassischer Fall von Schein und Sein

Daß amerikanische Autos in Deutschland zu hohem Wertverlust neigen, hat ja Tradition – der Dodge Caliber war zudem schon neu nicht wirklich teuer. Beides zusammen bringt ihn schnell hierher – denn tatsächlich finden sich zum Teil schon 207er Exemplare für 4500€ am Markt – und da ist noch Spielraum drin. Wir haben bei Testkäufen einen 2006er für 3900 bekommen können – versuch das mal beim Golf V.

Was es für das Geld nicht gibt, ist der 140PS TDI, der wiederum tatsächlich aus dem Golf stammt – das wäre ja auch zu einfach, aber dafür legst Du drauf. Ob man den aber will, steht eh auf einem anderen Blatt – das hier ist nämlich noch der grobe alte TDI – den muss man akustisch schon sehr mögen, zumal Dodge beim Caliber weit weniger investiert hat, um seine harten Geräusche zu verschleiern. Die Benziner von GM hingegen bekommt man bis 5000€ in guter Auswahl – ein paar Leute haben den Dodge scheinbar doch gekauft – und sie sind auch willens, sich wieder von ihm zu trennen.

Warum eigentlich?

Eigentlich gar nicht mal so schlecht - wenn auch kleiner, als die US-Angaben der Ausliterung vermuten lassen

Hm… der wichtigste Grund ist immer ein wenigder, dass das Händlernetz in Deutschland nach eriner ersten sehr kurzen Euphorie doch schnell sichtbar dünn geblieben ist. Wer die Dodge Händlersuche heute bemüht, hat stets ein wenig das Gefühl, die Datenbank sei beschädigt und zeige nicht die volle Palette an… Zudem sind die meisten ausgewiesene Fiat-Händler und – Original Zitat eines Verkäufers – “Benehmen sich auch so”. Ansprüche wie “Und für den Tag der Inspaktion bräuchte ich einen Mietwagen” verhallen schon mal ungehört, was alles in allem natürlich wenig Freude macht.

Dennoch – dafür kann das Auto ja erst einmal nichts…

Dem Caliber mag man dafür andere Vorwürfe im Test machen. Das Fahrwerk entspricht beinahe vergessenen US-Klischees – nicht einmal, dass es sinnlos weich wäre – das ist es – aber viel schlimmer ist die pure Indifferenz des Wagens. Lenken scheint mehr eine Art vager Vorgabe zu sein, wen man vergleichbare Autos als Maßstab heranzieht. Ebenso wirkt die Reaktion im Grenzbereich, der eher früh anfängt, sehr zufällig – mal übersteuert der Wagen sehr erwartungsgemäß, dann schwenkt er auch mal unvermittelt mit dem Heck nach Außen, vor allem auf Nässe, dann sogar bergauf, was man eher selten bei Fahrzeugen dieser Klasse findet. Ein Golf 3 fühlt sich da eher modern und berechenbar an. modernes Spielzeug wie ESP blieb dem Diesel vorbehalten – das ist vor allem deshalb schräg, weil der nominell die schwächste Motorisierung für den Dodge Caliber war. Aber wie gesagt – ein Dodge Caliber in billig hat im Regelfall die Benziner unter der Haube – hälftig mit 150 oder 156PS. Beide sind – Herkunftsmarkt sei Dank – auf Normalbenzin eingeschworen. Das machte mal in Grenzen Sinn – bei heutiger Preisgleichheit sind diese Grenzen schnell überschritten. Der stärkere der beiden Motoren ist ein regelrechter Säufer und kommt unsachgemäß bewegt auch mal auf 13 oder 15 Liter, in jedem Falle aber 11Liter. Das ist unzeitgemäß und ärgerlich – und am Ende des Tages vermutlich bei der derzeitigen Spritpreis-Situation der nächste wichtige Grund für die steil nach unten gehenden Preise des Dodge Caliber.

Zumindest mal etwas Abwechslung im Innenraum - und das für das Geld... da kommt man schon mal ins GrübelnAm Ende des Tages muss man sich fragen, was der Trade off ist: Auf der Haben-Seite ist der Caliber ein Hingucker mit annehmbaren Raumverhältnissen für wirklich kleines Geld im Verhältnis zu den Class-Leadern.

Auf der anderen Seite säuft der Wagen, ist schwer verkäuflich und fährt sich schlechter als manch älteres Auto, das man fürs gleiche Geld bekommen kann.

Von uns gibt es daher nur 2 von 5 Sternen. Es gibt einfach zu viele bessere Alternativen. Nur die Individualität bekommt man so schnell nicht für dieses Geld…

Und die muss jeder für sich bewerten.

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Opel Astra F – Lohnt der Roster für ein paar Hunderter?

unauffällig - aber für über 200.000km in einem passablen Zustand

Der Opel Kadett E qualitativ Mist – und er war lange Zeit immer das billigste Auto am Markt – mittlerweile nimmt sich das nix mehr, der Astra bis Baujahr 1998 hat ihm bequem den Rang abgelaufen – selbst frühe Koreaner gelten in dem Preissegment langsam als wertstabiler.

Wenn Du einen Wagen unter 1.000€ willst, triffst Du immer auf ihn: Den Astra F. Und nicht nur das: für n Tausender haben manche von denen 2 Jahre TÜVund 150.000 auf der Uhr. Und eins haben sie fast immer im Gepäck: Rost. Nur der Golf 3 rostet schlimmer, schneller und substanzieller als der Astra F – allerdings rostet der billige Opel nicht nur an der Karosse – es trifft ihn eigentlich so ziemlich überall: Leitungen, Fahrwerk… Und das lässt sich wirklich nicht eindämmen. In wassernahen Regionen ist es unerträglich – aber wie gesagt: Mitbewerber Golf 3 für das doppelte Geld ist in dem Punkt nicht so wesentlich besser.

Was kann der Astra sonst?

Hm… die meisten billigen haben den 1.4er mit 71PS unter der Haube, der schwach und laut ist, aber immerhin halbwegs knauserig mit dem Sprit. Immerhin ist er besser als die Maschine mit 60PS, die immer noch klingt wie damals 1973 der C-Kadett – und der klang nie toll.

Der 1.4er ist belastbar – viele schaffen 250.000 Kilometer – ein Anspruchsloser Motor, der jedoch nicht viel Freude macht. Fahrfreude ist generell nicht so das Ding des Astra. Die Lenkung ist teigig und vermittelt wenig Gefühl. Die Haltekräfte sind hoch – ein Paarung, die Opel damals öfter hatte – kein Spass. Der Astra untersteuert sträflich, Fahrspass ist anders.

Der Kombi ist im Zustand meist noch schlimmer als der kompakte Astra und gerne verranzt und mit Hundehaaren und Abfällen durchseucht – aber das gilt für viele Billig-Kombis.

Im Zweifel lieber einen Astra Kompakt, wenn es nicht gerade für den nächsten Umzug ist. Wie schon beim Vorgänger kommt beim Astra Caravan übrigens gerne auch noch Rost unter dem Kofferraumteppich hinzu – und zwar in erheblichem Maße, ebenso wie am senkrechten Heckabschluss unter der Scheibe. Könnte Glas rosten, die Scheibe würde es tun. Als Kombi aus diesem Segment in dieser Preisklasse empfiehlt sich daher immer der Ford Escort.

alles andere als cool - und selbst die Pedale zeigen Rost

Der Escort und der Golf sind auch in den anderen Bereich besser: Elektrik, Elektronik, Zentralverriegelung, etc. Speziell am Tankdeckel, der auch gerne rostet, streikt in der Verriegelung auch überaus gerne. Der Lüfter im Motorraum ist ebenso übel wie die Wasserpumpe…

Alles in allem ist der Astra mit TÜV tragbar, Spaß macht er selten – aber man bekommt hier und da ein vollständiges Auto für 300 bis 600€. Der 3er Golf ist zurecht teurer, der Escort zum gleichen Preis viel besser. Lohnen tut der Astra kaum, weil er einfach mäßig zuverlässig ist und keine Qualität bietet, die man nicht woanders auch bekäme. Finger weg vom E-Kadett reimte sich besser – aber am Ergebnis hat sich nix geändert.

Posted in Allgemein, Astra F, Kompaktklasse, Opel | 4 Comments

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